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Es sind nicht die Gene, sondern der Lebensstil, der uns lange leben lässt

Warum werden manche Menschen richtig alt, während andere schon in jungen Jahren sterben? Ist es eine Frage der Gene, bestimmt Vererbung die Lebensdauer? Nein, sagen Forscher der Universität von Göteborg. Wie alt man wird, das hängt nicht davon ab, wie alt die Eltern geworden sind. Die Lebensdauer bestimmt man vor allem selbst: mit der Art, wie man sein Leben führt – mit seinem Lebensstil.
 
Viele Menschen glauben, dass man bei alt gewordenen Eltern, selbst auch alt wird. Doch dieser Glaube ist eine Mär. „Es ist einfach nicht wahr. Unsere Studie zeigt klar, dass Vererbung keine bedeutende Rolle spielt. Den größten Einfluß auf die Lebensdauer hat der Lebensstil,” betont  Prof. Lars Wilhelmsen, Universität von Götheborg.

Wilhelmsen sieht durch die Studie klar belegt, dass wir Sterblichkeit bei unserer Geburt nicht in die Wiege gelegt bekommen. Jedenfalls nicht in einem Ausmaß, der wirklich entscheidet. Wir haben es selbst in der Hand unser Leben und unsere Lebensdauer zu bestimmen. „Wir können einige der Faktoren, die entscheiden, wie alt wir werden, selbst beeinflussen,“ mahnt Wilhelmsen.

Für die Studie wurden Männer, Jahrgang 1913, erstmals im Jahr 1963 und dann in einem bestimmten Rhythmus bis ins hohe Alter untersucht. Von den 855 Männern, die vom Start weg dabei waren, lebten 111 (das sind 13%) noch im Alter von 90 Jahren. Die Wissenschaftler konnten eindeutig nachweisen, dass mit dem Rückgang der Zahl der Raucher, mit niedrigeren Cholesterinwerten und mit einem geringeren Blutdruck in den Jahren von 1963 bis 2004 beispielsweise weniger Studienteilnehmer an einem Herzinfarkt gestorben waren.

Dass die Lebensweise über das Alter entscheidet und nicht so sehr die Gene, hat schon Prof. Adolfo Díez-Perez von der Universität Barcelona heraus gefunden. Dazu hatte er einen Mann, der im Alter von 114 Jahren auf Menorca starb, untersucht. Und die Verwandten: den 101-jährigen Bruder, zwei Schwestern im Alter von 81 und 77 Jahren und einen 85 Jahre alten Neffen.

In den Genen – insbesondere beim Gen LRP5, das die Forschung als Altersgen bezeichnet – fanden die Wissenschaftler keine Unterschiede zu anderen Menschen. Aber sie entdeckten eine Gemeinsamkeit der Langlebigen: den Lebensstil. Die gesamte Familie ernährte sich überwiegend mit Tomaten, Fisch, Olivenöl und viel Gemüse. Und: Alle bewegten sich regelmäßig und bis ins hohe Alter.



Berliner Ärzteblatt 08.02.11/ Quelle: Journal of Internal medicine, University of Gothenburg
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