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Die Wirkung des Meditierens auf die Psyche ist beschränkt (Foto: Julien Christ/ pixelio.de)
Die Wirkung des Meditierens auf die Psyche ist beschränkt (Foto: Julien Christ/ pixelio.de)
Meditation kann einige Leiden der Seele ein wenig lindern

Wenn die Psyche durch Stress, Ängste oder Depressionen unter Druck gerät, dann soll Meditieren helfen. Doch wissenschaftliche Nachweise, dass das auch gelingt, gibt es kaum. Eine Studie hat jetzt heraus gefunden, dass regelmäßige Meditationen zum Abbau von Angstzuständen, Depressionen und Schmerzen beitragen kann - allerdings nur in einem begrenzten Umfang.

Von manchen wird Meditation als "die schärftste Waffe gegen Stress" (Die Welt, 17.8.2013) gefeiert. Demnach soll Meditation Immunsystem sowie Herz und Kreislauf stärken und Angstzustände mildern. Doch wer genau liest, stellt schnell fest, dass die Protagonisten nicht uneigennützig handeln: Oft haben sie Bücher zum Thema veröffentlicht. Und wirkliche Daten zur Wirkung von Meditation finden sich kaum.

Eine Untersuchung über den Nutzen der Meditation legt nun die Johns Hopkins University School of Medicine, Baltimore, vor. Bei 3515 Menschen wurden nachweisbare Folgen der Meditation für Angstzustände, Depressionen und Schmerzen erkannt. Gemessen wurde das anhand sogenannter Effektstärken (effect size), die im Bereich von 0 bis 1 rangieren. Je höher der Wert, desto bedeutsamer der Effekt.

Meditation erreichte abhängig von der Dauer der Anwendung von acht Wochen oder drei bis sechs Monaten bei Angstzuständen eine Effektstärke zwischen 0,02 und 0,64, im Durchschnitt 0,38 bzw. 0,22. Bei Depressionen wurden Werte zwischen 0 und 0,59, im Durchschnitt 0,3 bzw. 0,23 erreicht, bei Schmerzen zwischen 0,03 und 0,62, durchschnittlich 0,33. Zur Erklärung: Werte zwischen 0,2 und 0,3 gelten als "geringe" Effekte.

Dass sich Meditation positiv auf Laune, Aufmerksamkeit, Drogenverbrauch, Eßverhalten, Schlaf oder Gewicht auswirkt, dafür konnten die Wissenschaftler keine oder nur sehr schwache Belege finden. Deshalb kommen sie zu dem Urteil, dass Meditation das Maß psychischer Leiden nur in begrenztem Umfang lindern kann. Doch Meditation hat im Gegensatz zu Medikamenten so gut wie keine Nebenwirkungen.

Berliner Ärzteblatt 08.01.2014/ Quelle: JAMA Intern Med.

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