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Positiv eingestellte Menschen sind gesünder und leben länger (Foto: stock.xchng, Image ID: 1269722)
Positiv eingestellte Menschen sind gesünder und leben länger (Foto: stock.xchng, Image ID: 1269722)
Positive Einstellung zur eigenen Gesundheit lässt länger leben

Menschen, die ihre Gesundheit als gut einschätzen, leben länger als die, die das nicht tun. Tatsächlich scheint schon allein die Einstellung der Betroffenen für ein geringeres oder höheres Sterberisiko zu sorgen: Das steigt bei der Einschätzung von «sehr gut» über «gut», «es geht», «schlecht» bis «sehr schlecht» kontinuierlich an – und zwar unabhängig von bekannten Risikofaktoren wie Rauchen, niedriger Bildung oder bestehenden Erkrankungen.

Wie schätzen Sie Ihre Gesundheit ein? Diese Frage wird häufig in Fragebogen zum Gesundheitszustand gestellt – die Antwort darauf hängt mit der Überlebens- bzw. Sterbewahrscheinlichkeit der befragten Person zusammen. Eine pessimistische Einschätzung geht mit einem erhöhten Erkrankungs- oder Sterberisiko einher. Personen, die ihre Gesundheit als schlecht einschätzen, zeigen durchschnittlich ein ungünstigeres Gesundheitsverhalten, sind oft sozial benachteiligt, haben eine fragile Gesundheit oder sind bereits erkrankt.

Wissenschaftler des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich haben nachgeforscht: die Selbsteinschätzung der Gesundheit hängt auch über einen langen Zeitraum von über 30 Jahren mit der Wahrscheinlichkeit zu überleben bzw. zu sterben zusammen. In der in der Schweiz durchgeführten Studie hatten Männer, die ihre Gesundheit als «sehr schlecht» einschätzten, ein über 3,3-fach höheres Sterberisiko verglichen mit gleichaltrigen Männern mit der Bewertung «sehr gut». 1,9-mal so hoch war das Sterberisiko bei Frauen mit «sehr schlechter» Gesundheit im Vergleich zu jenen mit «sehr guter». Dabei nahm das Risiko von der optimistischsten zur pessimistischsten Einschätzung kontinuierlich zu: Personen mit «sehr guter» Gesundheit hatten günstigere Überlebenschancen als solche mit «guter» Gesundheit, letztere bessere als solche mit «mittelmässiger» Gesundheit und so fort. "Die stetige Risikozunahme und die lange Dauer von über 30 Jahren zwischen der Selbsteinschätzung und dem Ende der Beobachtungszeit macht es praktisch unmöglich, dass vorhandene Krankheiten oder eine dunkle Vorahnung Hauptursachen für den beobachteten Zusammenhang sind", erklärt der Leiter der Studie Matthias Bopp.

Selbst unter Berücksichtigung von Bildungsstufe, Zivilstand, Belastung durch Rauchen, bestehenden chronischen Krankheiten, Medikamenteneinnahme, Blutdruck und Blutzucker schwächte sich der Zusammenhang zwischen selbsteingeschätzter Gesundheit und Sterberisiko nur geringfügig ab. Bei den Männern betrug der Unterschied im Sterberisiko der besten und schlechtesten Einschätzung immer noch 1:2,9 – bei den Frauen 1:1,5. "Unsere Resultate deuten darauf hin, dass Menschen, die ihre Gesundheit als sehr gut einschätzen, Eigenschaften haben, die ihre Gesundheit fördern und erhalte"», folgert der Präventivmediziner David Fäh. "Dazu könnten auch eine positive Lebenseinstellung, eine optimistische Sichtweise der Dinge und eine grundsätzliche Zufriedenheit mit dem eigenen Leben gehören."

wanc 10.02.2012/ Quelle: PLoS ONE. doi:10.1371/journal.pone.0030795
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