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Wer häufig zu wenig schläft, nimmt leichter an Gewicht zu (Foto: DAK/Wigger)
Wer häufig zu wenig schläft, nimmt leichter an Gewicht zu (Foto: DAK/Wigger)
Wenig Schlaf macht dick

Wer zu wenig schläft, schadet seiner Gesundheit. Allerdings in einer Form, die einen überrascht. Schlafmangel kann nämlich zur Gewichtszunahme führen. Wie das? Bei Schlafentzug gerät der Energiehaushalt der Körpers aus den Fugen. Und das schlägt sich auf das Gewicht nieder.

Dr. Sharon M. Nickols-Richardson von der Pennsylvania State University hat heraus gefunden, dass zu wenig Schlaf den Hormonhaushalt beeinträchtigt. Dabei geht es vor allem um zwei Hormone: Ghrelin, das den Appetit anreget, und Leptin, das den Appetit zügelt. Mangelnde Nachtruhe sorgt dafür, dass sich die beiden Hormone nicht mehr im Gleichgewicht befinden. Und diese fehlende Balance lässt dann die Gewichtsregulation des Körpers versagen, was zu einer Zunahme des Gewichtes führt.

Die Wissenschaftler haben im Blut von Menschen, die nur vier oder fünf Stunden geschlafen hatten, weniger Leptin gefunden. Gleichzeitig hatte sich mehr Ghrelin gebildet. Den Wissenschaftler fiel auch auf, dass die Insulinresistenz erhöht war - das bedeutet, dass die Körperzellen weniger empfindlich auf Insulin reagieren, die Wirkung von Insulin also herabgesetzt ist. Die Folgen zeigten sich in der Untersuchung deutlich: Diejenigen, die zu wenig geschlafen hatten, aßen mehr, als die, die genügend Schlaf abbekommen hatten.

Doch was ist genügend Schlaf? Experten meinen, dass sieben Stunden Schlaf das Maß der Dinge ist. Wer weniger schläft, hat ein steigendes Risiko Übergewicht zu bekommen. Aber Achtung: Auch zu viel Schlaf kann zu Übergewicht führen. Denn bei neun oder zehn Stunden Schlaf täglich, ist die Gefahr groß, sich zu wenig zu bewegen. Darin liegt im übrigen ein weiterer Grund, für eine Gewichtszunahme bei einer zu geringen Schlafmenge. Denn wer wenig schläft, ist häufig müde fühlt sich schlapp. Da kommt ausreichend Bewegung schnell zu kurz.
Als präventive Maßnahme empfehlen Mediziner Sport. Bewegung verbraucht Energie, was sich auf das Gewicht auswirkt. Und Sport baut auch Stress ab, ein Faktor, der zu Schlafstörungen führt.

Berliner Ärzteblatt 01.11.2012/ Quelle: Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics Reports, DOI: 10.1016/j.jand.2012.07.032
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