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Ratschlag gegen Schlafapnoe: Nicht auf dem Rücken schlafen (Foto: DAK/iStock)
Ratschlag gegen Schlafapnoe: Nicht auf dem Rücken schlafen (Foto: DAK/iStock)
Schlafstörungen: Häufiger bei Übergewichtigen

Etwa 840 000 Frauen und über 1,5 Millionen Männer zwischen 30 und 60 Jahren leiden unter gefährlichen Atemaussetzern im Schlaf – die so genannte obstruktive Schlafapnoe (OSA). Betroffen sind vor allem Menschen mit starkem Übergewicht. Die Folgen sind vielfältig und können gefährlich werden.
 
Wenn der Patient mehr als fünf Atemaussetzer pro Stunde hat, dann liegt eine obstruktive Schlafapnoe (OSA) liegt. „Ursache ist eine starke Entspannung der Muskulatur um die oberen Atemwege im Schlaf. Dadurch fällt der obere Teil des Rachens zusammen und es kommt zu einer Behinderung der Atemwege“, erklärt Professor Dr. med. Karl Hörmann, Direktor der Universitäts-HNO-Klinik des Klinikums Mannheim. Auch anatomisch bedingte Engstellen können nächtliche Atemstillstände begünstigen.

Die Folgen für die Betroffenen sind weitreichend: Sie leiden infolge eines nicht-erholsamen Schlafes unter Tagesschläfrigkeit, sind weniger leistungsfähig und häufig unfallgefährdet. Bei schwerer Schlafapnoe steigt die Gefahr von Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Störungen oder Diabetes Typ 2.  k
 
Übergewicht gilt als Hauptrisikofaktor für OSA. Durch Fetteinlagerungen in den oberen Atemwegen sinkt der Atemwegsdurchmesser und die geregelte Atmung ist gestört. HNO-Ärzte raten stark fettleibigen Schnarchern daher, ihr Gewicht zu verringern. Weiß Hörmann: „Eine Gewichtsreduktion um zehn Prozent kann bereits die Anzahl der Atempausen halbieren und damit die Beschwerden lindern.“ Patienten sollten außerdem Alkohol-, Schlaftabletten- und Nikotinkonsum sowie die Rückenlagerung während des Schlafs vermeiden.
 
wanc 08.05.2012/ Quelle: 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. (DGHNO KHC)
 
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