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Morgens sind wir müde, aber am Abend kommen wir nicht ins Bett. Der Biorhythmus gewöhnt sich nur sehr langsam an die Umstellung. (Foto: DAK-Gesundheit, istockphoto.com)
Morgens sind wir müde, aber am Abend kommen wir nicht ins Bett. Der Biorhythmus gewöhnt sich nur sehr langsam an die Umstellung. (Foto: DAK-Gesundheit, istockphoto.com)
Sommer-Winterzeit: Keine Auswirkungen auf die Gesundheit?

Überraschung: Die meisten Deutschen haben mit der Umstellung von Winter- auf Sommerzeit keine gravierenden gesundheitlichen Probleme. Das jedenfalls will eine aktuelle Auswertung der Arbeitsunfähigkeits-Daten der DAK-Gesundheit heraus gefunden haben. Andere Untersuchungen zeigen andere Ergebnisse mit teilweise doch gravierenden Auswirkungen auf die Gesundheit: die Zahl der Herzinfarkte steigt.

Den nicht vorhandenen Zusammenhang zwischen Zeitumstellung und Gesundheit belegt die Kasse mit der Auswertung der im Frühjahr 2011 registrierten Meldungen von Arbeitsunfähigkeit. Das Fazit: Zu vermehrten Krankmeldungen kommt es unmittelbar nach der Zeitumstellung nicht.

Immerhin kann die Kasse erkennen, das viele Menschen mit der neuen Zeitrechnung kämpfen. Sie fühlen sich müde und schlapp. „Die fehlende Stunde bringt den Hormonhaushalt durcheinander“, weiß Elisabeth Thomas, Ärztin bei der DAK-Gesundheit. „Morgens sind wir müde, aber am Abend kommen wir nicht ins Bett. Der Biorhythmus gewöhnt sich nur sehr langsam an die Umstellung.“ Zudem verführt die Helligkeit am Abend zum Wachbleiben. Die Folgen: Schlafstörungen, Gereiztheit, Verdauungsprobleme und Konzentrationsschwäche. Vor allem Frauen brauchen etwas länger, um sich an die Sommerzeit zu gewöhnen. Bei einer Umfrage sagten das 42 Prozent der Frauen.

Überraschend ist, dass die DAK noch vor einem Jahr durchaus Gesundheitsgefahren entdecken konnte: Damals hatte sie Daten präsentiert, die zeigten, dass an den folgenden drei Tagen nach der Umstellung mehr Menschen wegen eines Herzinfarktes ins Krankenhaus eingeliefert werden als im Durchschnitt. Dieser lag in den vergangenen zwei Jahren bei 40 Einweisungen pro Tag. An den drei Tagen nach der verkürzten Nacht wurden um die 50 Patienten mit Herzinfarkt im Krankenhaus behandelt – eine Steigerung von 25 Prozent. Warum das nun nicht mehr wahr sein soll?

Schlafforscher sagen sogar, dass sich die Zeitumstellung nicht nur kurzfristig negativ auf die Gesundheit auswirkt - etwa in Form von Schlafstörungen und vermehrten Herzinfarkten. Vielmehr störe sie sieben Monate lang bis zum Anfang der Winterzeit die innere Uhr einer Mehrheit der Bevölkerung. Das könne zu Schlafmangel führen, der generell als ungesund gelte.

wanc 22.03.2012/ Quelle: DAK-Gesundheit
 
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