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Grippeimpfung: Gegen Virus-Grippe vorbeugen (Foto: AGI)
Vorbeugen

Wer einer Influenza wirkungsvoll vorbeugen will, kann sich mit einer Impfung jedes Jahr neu schützen.

Die Schutzimpfung ist derzeit die einzige Möglichkeit, gegen eine Virus-Grippe vorzubeugen. Da sich das Virus verändert, muß die Impfung jedes Jahr erneurt werden. Die aktuelle Zusammensetzung des Impfwirkstoffes ermittelt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über ein zentrales Meldesystem. Die empfohlenen Impfstoffe stellen eine Mischung dar, die gegen verschiedene Influenza-Viren wirksam sind.

Empfohlen wird die Impfung im Oktober des Jahres, bevor die Grippesaison beginnt. Allerdings nützen meist auch noch Impfungen, die später durchgeführt werden.

Die Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert Koch Institut informiert über die Schutzimpfung wie folgt:

"Der Influenza-Impfstoff hat bei unter 60-jährigen, gesunden Personen, je nach Übereinstimmung mit den dann tatsächlich zirkulierenden Viren, eine Effektivität von 70-90%, kann aber bei Älteren deutlich niedriger liegen. Allerdings ist der Impfstoff bei der älteren Bevölkerung 56% effektiv in der Verminderung von Influenza-bedingten Pneumonien und 68% effektiv in der Verhinderung Influenza-bedingter Todesfälle. Zu beachten ist, dass bei Kindern unter 3 Jahren eine reduzierte Dosis verwendet wird.

Der Impfstoff ist sehr gut verträglich. Nebenwirkungen der Schutzimpfung gegen Influenza beschränken sich meist auf lokale Beschwerden (Rötung, Schwellung, Schmerzhaftigkeit an der Injektionsstelle für 1-3 Tage) oder leichte Allgemeinbeschewrden (Fieber, Gliederschmerzen, Mattigkeit, Unwohlsein, etc.), die als Ausdruck der Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff zu werten sind. Der Impfstoff selbst kann keine Influenza-Erkrankung auslösen, schützt aber natürlich auch nicht vor Erkältungskrankheiten, die nicht durch das Influenza-Virus ausgelöst sind.

Die Impfstoffzusammensetzung wird in jedem Jahr aktualisiert. Die für die jeweilige Saison empfohlene Stammzusammensetzung sowie die zugelassenen Impfstoffe finden sich auf der Webseite des Paul Ehrlich-Instituts. Bei der Stammbezeichnung (z.B. A/New Caledonia/20/99(H1N1)) bezeichnen die Buchstaben A und B die Virustypen, der Ortsname bezieht sich auf den Ort der Virusisolierung; die erste Ziffer gibt die Nummer des jeweils isolierten Stamms an, die zweite bezieht sich auf das Isolierungsjahr; bei Influenza A folgt noch in Klammern die Subtyp-Bezeichnung (z.B. H1N1), wobei H und N die Abkürzungen für die beiden wichtigsten Proteine der Virushülle (Hämagglutinin bzw. Neuraminidase) sind."