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Sport: Vermindert bei Krebspatienten die Therapie-Nebenwirkungen
Ausdauertraining hilft bei der Therapie von Krebspatienten

Krebspatienten profitieren von Ausdauertraining während und nach der Therapie. Das betrifft nicht nur die körperliche Fitness, sondern führt auch zu einer Verminderung der Nebenwirkungen und zu einer grundsätzlich positiveren Einstellung.

Das Training hilft den Betroffenen ihr positives Körpergefühl wieder zurückzugewinnen. Sport stärkt außerdem das Herz-Kreislauf-System und das Immunsystem. Zusätzlich wird der Patient psychisch stabilisiert, da vermehrt Endorphine ausgeschüttet werden. Diese Erfahrung hat Kathrin Hillebrand gemacht, die in einem Reha-Zentrum und in einem Krankenhaus arbeitet.

Bei Krebspatienten, die während und nach der Therapie regelmäßig trainieren, treten daher weniger Therapie-Nebenwirkungen auf als bei Untrainierten. Sie haben weniger Kopfschmerzen und Übelkeit, können besser schlafen und haben mehr Appetit. Thrombosen und Infektionen sind seltener und die Liegedauer im Krankenhaus ist kürzer.

"Für Ausdauertraining spricht außerdem, dass der Patient aktiv an seiner Genesung mitarbeitet", erklärt Hillebrand. Das Training absolvieren Patienten auf dem Laufband oder dem Fahrradergometer. Sind sie sehr geschwächt, kann ein Bettfahrrad genutzt werden.

Ein sinnvolles Training besteht aus einer Kombination aus Belastungs- und Erholungsphasen. So verbessert sich die Leistungsfähigkeit. Bevor der Physiotherapeut das Trainingsprogramm plant, sollte er Größe und Gewicht des Patienten messen, Nebenerkrankungen erfragen, Blutwerte bestimmen und die Belastbarkeit prüfen. Während des Trainings überwacht der Physiotherapeut permanent den Puls, damit der Patient den individuell errechneten Maximalpuls nicht überschreitet. Sport kann - auf diese Weise betrieben - die Lebensqualität von Krebspatienten verbessern.

WANC 30.09.04
Quelle: Kathrin Hillebrand: Psychoneuroimmunologische Erkenntnisse nutzen: Ausdauertraining in der Onkologie. physiopraxis. 2004; 9.
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