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Vorbeugen gegen Erfrierungen beim Wintersport: Warme Kleidung und grundsätzlich keinen Alkohol beim Wintersport trinken
Wintersport: Vorsicht vor Erfrierungen

Obwohl die Winter immer milder werden, kann man sich dennoch Erfrierungen einfangen. Besonders beim Wintersport. Dort können Erfrierungenschlimmstenfalls sogar das Absterben von Fingern oder Zehen bedeuten. Dabei ist Vorbeugen ganz einfach: Warm anziehen.

Bei Erfrierungen unterscheidet man ähnlich wie bei Verbrennungen verschiedene Schweregrade. Leichte Erfrierungen, bei der die Haut bläulich-weiß marmoriert aussieht, werden als Erfrierungen ersten Grades bezeichnet. Das Aufwärmen bei oberflächlichen Erfrierungen ist häufig schmerzhaft. Es bleiben in der Regel keine Schäden zurück.

Bei einer Erfrierung zweiten Grades ist die Haut tiefrot bis violett und fühlt sich sehr kalt an. Beim dritten Grad ist die Haut eiskalt, weiß, gefühllos und hart, und stirbt ab. Nach dem Auftauen verfärben sich die abgestorbenen Stellen schwarz. Es kommt zu bleibenden Schäden der betroffenen Körperstellen.

Jede Erfrierung erscheint anfangs wie eine Erfrierung ersten Grades. Die Folgeschäden mit Blasenbildung und absterbenden, schwarzen Gewebe treten erst nach einer Zeit von mehr als 24 Stunden auf. Das Ausmaß einer Erfrierung dritten Grades ist unter Umständen erst nach Wochen erkennbar.

Bringen Sie eine unterkühlte Person nach Möglichkeit an einen warmen Ort. Lockern Sie zu enge Kleidung und ziehen Sie nasse Kleidung aus. Bei leichteren Erfrierungen erwärmen Sie die betroffenen Stellen – Wangen, Nase, Finger oder Zehen – mit der eigenen Körperwärme, mit warmen, trockenen Kleidungsstücken oder unter warmem Wasser.

Bei stärkeren Erfrierungen müssen Sie unbedingt den Notarzt benachrichtigen. Halten Sie die betroffenen Körperteilen möglichst ruhig und bewegen Sie sie nicht. Erfrorene Körperstellen nie mit Schnee abreiben. Geben Sie dem Betroffenen etwas Warmes zu trinken. Erwärmen Sie den gesamten Körper durch zusätzliche Kleidung oder Decken.

Vorbeugen ist einfach: Warme Kleidung und grundsätzlich keinen Alkohol beim Wintersport trinken. Denn nicht nur zum Apres Ski wird gern auf der Hütte Alkoholisches getrunken. Die Kälte wird dann kaum noch bemerkt. Warnhinweise wie Kribbeln an Zehen, Fingern oder Nase werden ignoriert. Auch falscher Ehrgeiz ist dafür verantwortlich, dass Erfrierungen mit zum Teil gravierenden Folgen auftreten. Dabei handelt es sich um durch Kälte hervorgerufene, lokale Gewebeschäden. Auch wichtig: Skigymnastik. Sportmediziner raten, dass sechs Wochen vor der ersten Abfahrt regelmäßig, Trockenübungen zu machen.

Warm anziehen heißt es auch für Radler und Jogger im Winter. Bei Temperaturen unter minus zehn Grad hilft selbst beim Laufen kaum noch etwas gegen den Frost; beim Radsport ist die kritische Zone bereits bei minus fünf Grad erreicht. Schutz gegen klirrende Kälte bietet atmungsaktive Kleidung, in der man nicht ins Schwitzen gerät – denn das ließe den Körper rasch auskühlen.

Für beide Sportarten gilt auf jeden Fall die winterliche Empfehlung einer verlängerten Warmlaufphase; Radsportler sollten zudem Streckenprofil und Geschwindigkeit den Temperaturen anpassen. Um das Immunsystem von Wintersportlern zu stärken, helfen regelmäßige Saunagänge und eine vitaminreiche Ernährung mit viel Vitamin A, zum Beispiel in Möhren, Vitamin C wie in Zitrusfrüchten, sowie einer konstanten Zufuhr von Zink, zum Beispiel in Fleisch.

WANC 06.01.05/dgk

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