Fitness
Reisemedizin
Sportmedizin
 
 


Angola: Die Zahl der Erkrankungen mit dem Marburg-Virus nimmt zu
Warnung vor dem Marburg-Virus

Die Marburg-Virus-Infektion, eine schwere Form von hämorrhagischem Fieber, greift in Angola immer weiter um sich. Gegen die Erkrankung, die sich mit Durchfall, Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen meldet und zu schweren Blutungen führt, gibt es derzeit keinen Impfstoff und keine medizinische Behandlung.

Die Weltgesundheitsorganisation
WHO warnt vor dem Ausbruch des Marburg-Fiebers in Angola. Zwischen dem 13. Oktober 2004 und dem 06. April dieses Jahres sind bereits 200 Erkrankungen gemeldet worden. 176 Patienten sind bereits gestorben. Allein in der ersten Aprilwoche wurden 68 Erkrankungs- und 50 Todesfälle registriert.

Ein Labor in der Uige-Provinz soll die Diagnosemöglichkeiten verbessern. In dieser Region wurden die meisten Erkrankungen gemeldet. Ein zusätzliches Labor in der Hauptstadt Luanda ist geplant, da eine weitere Ausbreitung des hoch ansteckenden Virus befürchtet wird. Der bisher schlimmste Ausbruch fand 1998 in der Republik Kongo statt. Damals waren 123 Todesfälle zu beklagen. Mehrere Länder haben Maßnahmen zur Verhinderung einer Ausbreitung des Virus ergriffen.

Zu den frühen Symptomen der Erkrankung gehören Durchfall, Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. In der Folge kommt es zu schweren Blutungen. Für die Marburg-Virus-Infektion, eine schwere Form von hämorrhagischem Fieber, gibt es derzeit keinen Impfstoff und keine medizinische Behandlung.

Der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Carlos Alberto, hofft, dass sich die Situation trotz weiterer Erkrankungen verbessern wird. Er erklärte, dass der materiellen Hilfe derzeit das Hauptaugenmerk gelte. Dazu gehöre zum Beispiel die Bereitstellung von mehr Schutzkleidung für die Mitarbeiter der Krankenhäuser.

Laut WHO waren drei Viertel der Opfer des Virus Kinder. Die meisten Patienten in Angola starben zwischen drei und sieben Tagen nach dem Auftreten der ersten Symptome. Die Infektion wurde 1967 erstmals bei Labormitarbeitern identifiziert, die mit grünen Meerkatzen gearbeitet hatten.


WANC 08.04.05/pte
Mitteilung der WHO (in Englisch)

Robert Koch Institut

 
Seite versenden  
Seite drucken