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Zecke: Klein aber oho, ein Biß kann gefährlich sein
Frühling: Die Zecken kommen

Kaum steigen die Temperaturen und die Sonnenstrahlen verwöhnen uns, da sind sie auch schon wieder da: die Zecken.

Zecken werden schon im März so richtig mobil. Ein paar Grad über Null reichen schon aus: Dann machen sich die Zecken auf Nahrungssuche. Sie hocken auf Gräsern oder Sträuchern und lauern auf Opfer.

Bei wem sie sich fest saugen, für den kann es unangenehm werden. Zecken können in Deutschland mindestens zwei Erreger übertragen: den der Borrelliose und den der Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME genannt. Bei der Borrelliose kommt es in etwa 20% der Infektionen zur Erkrankung. Allerdings werden die oft nicht erkannt, so dass sich die Krankheit manchmal über Jahre entwickelt. Frühzeitig mit Antibiotika behandelt, sind die Heilungsraten hoch.

FSME macht sich durch heftige Kopfschmerzen, hohes Fieber - meist über 40 Grad, Übelkeit und in etwa der Hälfte der Fälle auch mit Lähmungen an den Gliedern sowie der Gesichts- und

Sprechmuskulatur auf. Allerdings führt nicht jeder Biß zu FSME. Nur 0,2 bis 5% der Zecken sind überhaupt mit dem Erreger infiziert und können ihn übertragen. Eine Therapie der Erkrankung gibt es nicht, es lassen sich nur die Beschwerden behandeln. Deshalb empfiehlt sich für Menschen, die in gefährdeten Gebieten wohnen oder in solche reisen eine vorbeugende Impfung. Allerdings benötigt der Körper nach der Impfung etwa drei Wochen, um den Schutz aufzubauen.

Es gibt auch eine nachträgliche Impfung. Damit die wirkt muß sie aber spätestens vier Tage nach dem Zeckenbiß verabreicht worden sein. Kinder sollten diese Impfung erst ab dem 14. Lebensjahr erhalten.

WANC 03.03

Borrelliose Bund

Borreliose Infektionskrankheiten

Robert Koch Institut

Zeckenverbreitung in Europa

 
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