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Durchfall auf der Reise: Wenn dann kein WC in der Nähe ist...
Tipps zur Vorbeugung von Reisedurchfall

Je nach Reiseland klagen 20 bis 50 % der Reisenden über stärkere gesundheitliche Beeinträchtigungen während und vor der Reise in tropische und subtropische Länder. Mit 20 -65 % sind hierbei Durchfallerkrankungen die häufigste Art der Gesundheitsstörungen, gefolgt von Malaria und akuten fieberhaften Atemwegserkrankungen.

Reisende sollten sich auf jeden Fall an die Regel "Koche es, schäle es oder vergiss es" zu halten. Denn die Erreger des Reisedurchfalls werden vor allem durch Nahrungsmittel oder Getränke übertragen. Rohes Obst und Gemüse sollte immer geschält werden. Hochriskant sind vor allem Leitungswasser und Eiswürfel. Auf Eiswürfel zum Kühlen von Getränken sollte man verzichten und zum Zähneputzen Mineralwasser oder abgekochtes Wasser verwenden. Rohe tierische Lebensmittel wie Fleisch, Meerestiere und Eier sollten nicht verzehrt werden. Eine Studie zeigte, dass nur 0,5 bis 3,3% der Reisenden keine potenziell riskanten Speisen und Getränke zu sich genommen hat. Lediglich 5% der Reisenden sind in der Praxis bereit oder in Lage sich konsequent an diese Regel zu halten.

Reisedurchfall wird vor allem durch Bakterien, aber auch durch Viren und Parasiten verursacht. Es kommt zu Durchfall und oft auch zu Übelkeit, Erbreichen und krampfartigen Bauchschmerzen, eventuell auch mit Fieber. In unkomplizierten Fällen dauert er 3 bis 5 Tage. Durch Parasiten verursachte Durchfälle können aber auch mehrere Wochen anhalten. Sobald der Durchfall beginnt sollte man mehr trinken. Dauert der Durchfall länger als einen Tag an ist eine Zucker/Mineralsalzlösung sinnvoll (sechs gestrichene Teelöffel Zucker und ein gestrichener Teelöffel Salz auf einen Liter Wasser). Es ist empfehlenswert diese vor der Reise fertig in der Apotheke zu kaufen und mitzunehmen. Einen Arzt sollte man aufsuchen, wenn der Durchfall länger als drei Tage anhält, blutig ist oder Erbrechen und Fieber dazukommen.

WANC .07.03/aid

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