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Sudan: Ebola-Erreger aufgetaucht
WHO: Verdacht auf neuen Ebola-Stamm

Im Süden des Sudan ist laut Vermutungen der Weltgesundheitsorganisation WHO ein neuer Stamm des Ebola-Virus aufgetreten. Mehr als zehn Menschen sind an hämorrhagischem, also Blutungen auslösendem Fieber erkrankt, ein typisches Symptom von Ebola. Wie die BBC berichtet, sind bereits vier Menschen an der Krankheit gestorben.

Das Anfangsstadium der Infektion gleicht dem der Malaria, mit hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. WHO-Untersuchungen sollen nun ergeben, ob es sich bei dem Virus im Sudan tatsächlich um Ebola handelt. Spekulationen zu Folge ist der jetzt aufgetretene Erreger weniger aggressiv als der, der vor rund vier Jahren in Ruanda 170 Menschenleben gekostet hat. 2003 starben geschätzte 120 Menschen im Kongo an Ebola.

Beim Ebola-Virus handelt es sich um ein RNA-Virus aus der Klasse der Filoviren. Die Struktur des Virus erinnert unter dem Mikroskop betrachtet an Fäden. Bisher sind drei Antigenvarianten des Filovirus bekannt: das Ebolavirus, das Restonvirus und das Marburgvirus.

Das Ebola-Virus wird von Mensch zu Mensch über Körperflüssigkeiten übertragen. Als Wirte, bei denen die Krankheit jedoch nicht ausbricht, werden Nagetiere, Insekten, vor allem jedoch Affen, die den Menschen auch als Nahrung dienen, vermutet. Eine Heilung der Krankheit ist noch nicht möglich, eine medikamentöse Behandlung nur begrenzt. Die Mortalitätsrate liegt zwischen 50 und 80 Prozent.

WANC 24.05.04/pte

Infektionen: Neue Erreger und alte Gefahren

Auswärtiges Amt

Ärzte ohne Grenzen

 
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