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Manche Menschen bringt sportliche Aktivität gar nichts: Da hilft nur eine Veränderung der Ernährung
Sport: Jeder reagiert anders

Sportliche Aktivitäten nutzen anscheinend nicht jedermann gleich viel. US-Forscher haben festgestellt, dass einige Menschen von körperlichen Aktivitäten mehr, manche weniger und eine Minderheit überhaupt nicht profitieren.

Die Forscher der State University Louisiana haben mehr als 740 Personen in einem 20-Wochen-Training genau untersucht. Keiner der Untersuchten aus den 213 Familien war sechs Monate vorher regelmäßige sportlich aktiv gewesen. Untersucht wurde die Körperreaktion nachdem die Leute drei Mal pro Woche 50 Minuten lang am Hometrainer trainierten.

Interessiert waren die Wissenschaftler vor allem daran, wie sehr sich der Körper nach den Aktivitäten veränderte. So wurde etwa der maximale Sauerstoffverbrauch gemessen und verglichen. Dieser steigerte sich durchschnittlich um 17 Prozent, bei manchen sogar um 40 Prozent, bei einigen gar nicht. Ähnlich verhielten sich auch andere Vergleichszahlen wie etwa Blutdruck oder Herzschlag.

Besonders genau wollten die Forscher aber die Entwicklung der Insulin-Resistenz kennen lernen. Bei 58 Prozent der Probanden konnten sie feststellen, dass diese sich verbesserte, bei 42 Prozent blieb sie vor und nach den Übungen jedoch gleich oder fiel sogar. "Es gibt eine erstaunliche Variation von Antworten des Körpers auf die Aktivitäten", so Studienleiter Claude Bouchard. "Die Meisten würden zwar durchaus von sportlichen Anstrengungen profitieren, es gibt aber eine Minderheit, die gar nichts davon hat", erklärt der Forscher.

Diesen Erkenntnissen stimmen auch andere Kollegen wie etwa Kathryn North vom Institute of Neuromuscular Research am Childrens Hospital at Westmead in Sydney zu. "Bei manchen Menschen wäre es besser, wenn sie einfach nur ihre Ernährung verändern", so Mark Hargreaves von der Deakin Universität in Melbourne.

Sam Howells, Sport-Physiologe am Lilleshall Sports Injury and Human Performance Centre, ist jedenfalls der Ansicht, dass diese Studie einmal mehr zeigt, dass jeder Mensch in seiner Persönlichkeit und Erscheinung einzigartig ist. Das Ergebnis sollte nicht davon abhalten, sich sportlichen Aktivitäten hinzugeben. "Klüger wäre es, wenn ein Fitness-Programm speziell auf jede Person individuell zugeschnitten wird. Allerdings sollte sich jeder in irgendeiner Art sportlich betätigen".

WANC 03.12.04/pte

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