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Neue Methode für Knorpelersatz: Für Patienten ein Gewinn
Künstlicher Knorpel: Begeisterung verfrüht

Der Deutsche Orthopädenverband (DOV) in Köln reagiert auf Berichte über Implantationen von künstlichem Knorpelersatz mit Zurückhaltung.

"Man kann eine neue Methode erst nach einer größeren Zahl gelungener Operationen und vor allem erst nach einigen Jahren angemessen beurteilen", so Nils Stenbock-Fermor. Ansonsten kann das dazu führen, dass sich Patienten Hoffnungen machen, die die Ärzte später nicht erfüllen können.

Prof. Ulrich Bosch von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hatte erstmals zwei Patienten mit einem Knorpelschaden im Knie erfolgreich ein in den USA entwickeltes künstliches Knorpelimplantat eingesetzt. "Für die Patienten sind die kurze, fast schmerzlose Einheilungsphase, die sofortige Belastbarkeit und schnelle Wiederherstellung ihrer Gehfähigkeit ein wirklicher Gewinn", sagt Bosch.

Der Vorteil des Implantats und der speziellen Operationstechnik sieht Bosch darin, dass der Patient wesentlich schneller wieder fit ist. Zudem können die Ärzte durch den Einsatz von künstlichem Knorpel in Zukunft auf die Verwendung von körpereigenem gesundem Knorpelgewebe verzichten oder einen erforderlichen Teilgelenkersatz hinauszögern.

Quelle: WANC 09.02

DOV

MHH

 
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