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Gerade bei älteren Menschen scheint mit Aspirin das Risiko zu senken, an Krebs zu sterben (Foto: Bayer HealthCare AG)
Gerade bei älteren Menschen scheint mit Aspirin das Risiko zu senken, an Krebs zu sterben (Foto: Bayer HealthCare AG)
Kann Aspirin die Krebsgefahr mindern?

Aspirin kennt beides: Die Glorifizierung als Alleskönner genau wie die Verteufelung als Quell von Krankheiten. Ähnliches findet sich in den Diskussionen, ob Aspirin möglicherweise die Gefahr an Krebs zu sterben senken kann oder anstatt dessen sogar die Erkrankungsgefahr steigert. Eine neue Studie kommt nun zu dem Ergebnis: Gerade bei älteren Menschen scheint mit Aspirin das Risiko zu senken, an Krebs zu sterben.

Zentrum der Gesundheit schreibt: „Aspirin erhöht Krebsrisiko." Dabei bezieht sich das Zentrum auf Studien, in denen das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs erhöht und den Verdauungstrakt schädigt sowie Infektionskrankheiten fördert. Auf t-online wird eine Studie zitiert, wonach Aspirin bei Männern Hautkrebs auslösen könnte.

Dagegen meldet das dkfz - Deutsches Krebsforschungszentrum, dass in Studien Hinweise darauf gefunden wurden, „dass Patienten, die ASS über Jahre hinweg täglich einnahmen, ein geringeres relatives Erkrankungs- und Sterberisiko für mehrere Krebsarten hatten. Insbesondere das Risiko für Darmkrebs war leicht vermindert."

Aspirin dreimal pro Monat vermindert Krebsrisiko
Eher positive Wirkungen auf die Krebsgefahr misst eine Studie des US-amerikanischen National Cancer Institute Aspirin zu. Darin wurden 146.152 Erwachsene mit einem Mindestalter von 65 Jahren untersucht. Im Vergleich derjenigen Patienten, die Aspirin ein- bis dreimal pro Monat bzw. die überhaupt kein Aspirin einnahmen, sank das allgemeine Sterberisiko um 16% und das wegen einer Krebserkrankung um 13%. Bei einer mehr als dreimaligen Aspirineinnahme pro Monat verminderte sich das allgemeine Sterberisiko um 19% und das wegen einer Krebserkrankung um 15%. Besonders stark zeigte sich die Wirkung bei Magen-Darm-Krebs (Sterberisiko - 25%) und bei kolorektalen Karzinomen (Sterberisiko - 29%).

Bei Übergewichtigen sinkt das Sterberisiko noch stärker
Die Daten wurden dann ein zweites Mal ausgewertet, nämlich unter Hinzuziehen des Gewichtes (BMI) der Personen. Dreimal und mehr Aspirin pro Woche bedeutete bei einem BMI von 20 bis 24,9 eine Verminderung des allgemeinen Sterberisikos um 18% und des Sterberisikos wegen einer Krebserkrankung um 14%. Bei einem BMI von 25 bis 29,9 waren es 18% bzw. 14%. Bei übergewichtigen Patienten sorgte Aspirin bei Magen-Darm-Krebs für ein Sinken des Sterberisiko um 28% und bei kolorektalen Karzinomen um 34%.

17.12.2019 cs / Quelle: JAMA

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