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Foto: DAK/Wigger
Babymenues enthalten immer noch Rückstände bedenklicher Stoffe (Foto: DAK/Wigger)
Babynahrung: Laut Öko-Test mit Benzol und Furan belastet

Eigentlich sollte Babynahrung die Kleinkinder in ihrer gesunden Entwicklung unterstützen. Eigentlich. Doch ganz zu gelingen scheint das industriell gefertigten Babymenüs nicht. In Tests wurden Rückstände von bedenklichen Stoffen gefunden. Die Konzentration der gefundenen Schadstoffe bietet laut Öko-Test zwar keinen Anlaß zur Panik, aber.....

Babymenüs gibt es seit kurzem nicht mehr nur in Gläschen, sondern auch in bruchsicheren Kunststoffbechern zu kaufen. Neu ist zudem das Herstellungsverfahren: Die Zutaten werden einzeln schonend dampfgegart und erst danach gemischt und sterilisiert.

Öko-Test hat nun überprüft, ob die neuen Babymenüs ebenso mit den beiden krebserregenden Stoffen Benzol und Furan belastet sind wie die Babygläschen, die das Frankfurter Verbrauchermagazin im vergangenen Jahr getestet hat. 2008 war Benzol in Karottensäften für Babys entdeckt worden. Die Zeitschrift wies den Schadstoff 2009 in Karottenbreien für die Kleinen nach. 86 Prozent der Produkte enthielten erhöhte Mengen.

Laut Untersuchung von Öko-Test haben die Hersteller diese Probleme noch nicht in den Griff bekommen. Benzol steckt in Spuren in allen Produkten, in einem Brei war der Gehalt an Benzol jedoch erhöht. Gleiches gilt für Furan, allerdings führten erhöhte bzw. stark erhöhte Gehalte in über der Hälfte der Produkte zur Abwertung.

Gemüse und Getreide tragen in starkem Maße zur allgemeinen Belastung mit dem Schwermetall Cadmium bei. Pflanzen nehmen das Cadmium aus dem Boden auf. Weil die tolerierbare Aufnahmemenge aber mit einer täglichen Breiration noch nicht überschritten wird, fand keine Abwertung statt.

Anlass zur Kritik gibt aber auch, dass Hersteller in fleischhaltigen Menüs an der teuren Zutat Fleisch sparen. Meist stecken nicht mehr als die acht Prozent Fleisch drin, die gesetzlich vorgeschrieben sind.

Die guten Nachrichten: Rückstände von Pestiziden oder bedenkliche Keime konnten die beauftragten Labore nicht finden. Auch die Verpackung kommt ohne Weichmacher oder andere bedenkliche Stoffe aus.

Das Resümee von Öko-Test: Trotz der gefundenen Schadstoffe müssen Eltern keine Panik haben, dass ihr Kind Schaden nimmt. Denn die gemessenen Furan- und Benzolwerte sind sehr gering. Trotzdem fordert das Verbrauchermagazin von den Herstellern, nach Möglichkeiten suchen, die Schadstoffgehalte durch geeignete technische Maßnahmen zu senken. Denn die Schadstoffe kommen nicht allein aus dem Babybrei, sondern den verschiedensten Quellen und können irgendwann das Fass zum Überlaufen bringen.

WANC 01.03.10, Quelle: Öko-Test

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