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Stadtkinder erkranken eher an Asthma

Kinder, die in der Stadt wohnen, haben ein höheres Risiko an Asthma zu erkranken. Dabei stammen die schädlichen Einflüsse nicht nur aus der Umwelt in Form beispielsweise von Autoabgasen. Negativ wirken sich auch soziale Komponenten aus, wenn Kinder in sozial- und einkommensschwachen Stadtgebieten wohnen.

Ärzte sagen, dass es für Asthma zu allererst eine genetische Veranlagung geben müsse. Der Hauptgrund, dass Kinder an Asthma erkranken, ist demnach eine Asthmaerkrankung bei den Eltern, die sie vererben. Erst danach würden Umwelteinflüsse dazu beitragen, das Risiko zu erhöhen. Doch ob Kinder in der Stadt oder auf dem Land wohnen, hat einen großen Einfluss auf das Asthmarisiko. Ärzte haben das Nasensekret von Säuglingen im Innenstadtbereich und in den Außenbezirken großer Städte wie Boston, Baltimore und New York City sowie St. Louis untersucht.

Je nachdem, wo die Kinder wohnten, stellten sie unterschiedliche Umweltfaktoren und Belastungen fest. Kinder, die in ländlichen Gebieten groß werden, entwickeln viel weniger Asthma als Stadtkinder. Auch Kinder, die an den Stadträndern aufwachsen, sind weniger gefährdet als Kinder in den Innenstädten. Insbesondere auf dem Bauernhof kommen Kinder mit besonderen Keimen in Kontakt, die einen schützenden Effekt vor der Entwicklung von Asthma haben.

Allerdings bemerken die US-Wissenschaflter, dass auch soziale Einflüsse das Risiko für Asthma beeinflussen. So sind Kinder, die in einkommensschwachen, urbanen Gebieten leben, Belastungen ausgesetzt, die Asthma fördern können: Stress, rauchende Eltern, Übergewicht, schlechte Ernährung, wenig Bewegung.

Dass Landleben Kinder vor Asthma schützen kann, haben verschiedene Studien in den letzten Jahren belegt. So die Parsifal- und die Gabriela-Studie, in denen sich zeigte, dass Kinder auf dem Land häufiger mit Mikroorganismen in Kontakt kommen als in der Stadt. Weil das Immunsystem  der Kinder dadurch stimuliert werde, würde Asthma bei Landkindern seltener auftreten als bei Stadtkindern, sagen die Forscher. Außerdem vermuten sie, dass die auf dem Land generell besseren Luftverhältnisse sich positiv auf das Asthma-Risiko auswirken.

Berliner Ärzteblatt 08.10.2012/ Quelle: Universität Wisconsin, pte, NEJM

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