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Sind die Eltern gesund, sind auch deren Kinder gesund

Eltern sind in vielen Dingen Vorbild für ihre Kinder - auch bei der Gesundheit. So eifern Kindern ihren Eltern nach, wenn sie sich gesund verhalten und sind dann auch gesund. Dagegen haben Eltern mit einer schlechten Gesundheit sehr wahrscheinlich auch Kinder mit einer schlechten Gesundheit. Dieser Zusammenhang offenbart sich schon in den ersten drei Lebensjahren und gewinnt mit zunehmendem Alter an Bedeutung.
 
Schon im Kleinkindalter beeinflusst die Gesundheit und das Gesundheitsverhalten der Eltern ihre Nachkommen. Das es diese Abhängigkeit überhaupt gibt, hat Prof. Dr. C. Katharina Spieß, Familien- und Bildungsökonomin am Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) im Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung DIW Berlin, in einer Studie fest gestellt. Je älter die Kinder werden, desto stärker wird diese Verbindung.

Allerdings verändert sich die Abhängigkeit und variiert auch mit dem Geschlecht der Kinder. Im ersten Lebensjahr ist es vor allem die Mutter, die mit ihrem Vorbild das Wohlergehen der Kinder prägt. Bei den Töchtern konnte die Wissenschaftlerin das an Größe und Gewicht der Babys ablesen. So haben rauchende Mütter in der Regel kleinere und leichtere Mädchen als Nichtraucherinnen. Die Gesundheit der Buben wird dagegen vom gesamtheitlichen Gesundheitszustand der Mutter beeinflusst. Schätzen Mütter ihre eigene Gesundheit schlecht ein, desto häufiger erkranken die Söhne an Asthma, Bronchitis oder Mittelohrentzündungen.

Der Vater kommt erst später ins Spiel. So etwa ab dem 3. Lebensjahr wird der Einfluss messbar. Und je älter die Kinder werden, desto mehr nimmt sein Einfluss auf die Gesundheit der Kinder zu.

 
Berliner Ärzteblatt 03.05.2011/ Quelle: Economics and Human Biology, doi:10.1016/j.ehb.2011.03.002; Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP)
 
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