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Das Alter des Vaters hat durchaus Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes (Foto DAK/Wigger)

Alte Väter, mehr Gesundheitsrisiken für deren Kinder

Die Väter nicht nur deutscher Kinder werden älter. Kein Problem? Bisher ging man davon aus, dass das den Kindern nicht schadet. Doch jetzt haben Wissenschaftler herausgefunden, dass das fortgeschrittene Alter des Vaters mehr Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes hat als bislang angenommen.

Väter mit grauen Haaren? Väter, die für den Opa gehalten werden? Nichts Ungewöhnliches und in Zukunft wohl immer öfter: 1990 war noch nicht einmal bei jedem vierten Kind der Papa über 35, doch 2000 war das schon bei jedem dritten der Fall, im Jahr 2007 waren es fast 40 Prozent. Und: In Deutschland sind jährlich rund 35.000 Väter über 50. Das sind fünf Prozent der Väter, die bei der Geburt ihres Kindes älter als 50 sind, in den USA hat bereits jedes zehnte Kind einen 50plus-Vater.

Ab Mitte 30 sinkt die Qualität der Spermien
Das steigende Alter des Vaters lässt aber laut neuester Studien das Risiko für die Gesundheit beim Nachwuchs ebenfalls steigen. Denn ab Mitte 30 sinkt die Qualität der Spermien bei Männern. Experten betonen die steigende Gefahr einer Fehlbildung im Erbgut mit jeder weiteren Zellteilung. Ein 50 Jahre alter Mann hat bereits 600 Zellteilungen hinter sich.  Immer mehr Studien zeigen ein erhöhtes Risiko für Gendefekte der Kinder von 50plus-Vätern. Krankheiten wie Autismus, Kleinwüchsigkeit oder Missbildungen häufen sich laut israelischer Wissenschaftler im Alter.

Anscheinend wirkt sich das Alter des Vaters auf die Intelligenz des Kindes aus. US-amerikanische Forscher haben ermittelt, dass der Nachwuchs eines 50-jährigen Mannes im Intelligenztest durchschnittlich sechs IQ-Punkte weniger als der eines 20-Jährigen erreicht. Schwedische Forscher fanden heraus, dass Kinder von Männern über 55 ein deutlich erhöhtes Risiko haben, später an manisch-depressiven Störungen zu erkranken. Und eine weitere Studie ergab, dass Schizophrene im Mittel ältere Väter haben als ihre gesunden Altersgenossen.
Frühgeburten in der 32. Woche sind bei Vätern über 50 Jahren doppelt so hoch als bei 25-jährigen Vätern. Die Gefahr, das erste Jahr nicht zu überstehen, ist doppelt so hoch. Zu dieser Erkenntnis kamen dänische Mediziner. Zudem leiden Frühlinge häufig an Atemwegserkrankungen, Herzrhythmusstörungen oder Hirnblutungen.

Auch das Alter der Mutter hat Einfluß
Im übrigen häufen sich auch mit steigendem Alter der Mutter Krankheiten bei deren Nachwuchs. Beispielsweise Trisomie 21 (Down-Syndrom). Während das Risiko bei Müttern im Alter von 25 bei eins zu 1.000 liegt, ist im Alter von 40 jedes hundertste und im Alter von 48 bereits jedes zehnte Kind gefährdet.

Alter des Mannes ist Risiko für die werdende Mutter
Das Alter des Vaters kann laut Forschern der New York Medical School die Schwangerschaft für die Mutter zum Risiko werden lassen. Frauen mit älteren Männern neigen - unabhängig von ihrem Alter - zu Schwangerschafts-Bluthochdruck. Ist das der Fall, muss die werdende Mutter unter Beobachtung bleiben, da es zu Nierenversagen und inneren Blutungen kommen kann.

wanc 04.01.2012/ Quelle: Süddeutsche Zeitung, New York Medical School, pte
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