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Autoabgase verpesten die Luft mit Feinstaub, der der Gesundheit stark schadet (Foto: Gabi Eder/ pixelio.de)
Autoabgase verpesten die Luft mit Feinstaub, der der Gesundheit stark schadet (Foto: Gabi Eder/ pixelio.de)
Luftverschmutzung schadet Lungen von Kindern dauerhaft

Die Verschmutzung der Luft - insbesondere durch Autoabgase - scheint insbesondere die Lungen von Kindern nachhaltig zu schaden. Das bedeutet, dass nicht nur die Entwicklung der Lunge und Atemkapazität von Kindern, die vor allem Feinstäuben in den Emissionen von Kraftfahrzeugen ausgesetzt sind, behindert ist, sondern eine schlechte Luftqualität sich das gesamte Leben lang auswirkt. 

In der Studie wurden 614 Kinder, die während der Jahre 1999 bis 2002 in Boston geboren worden waren, und ihre Mütter beobachtet. Die Dauer der Beobachtung lag bei im Durchschnitt bei 7,7 Jahren. Es stellte sich heraus, dass Kinder, die wenige als 100 Meter von einer Hauptverkehrs-Durchgangsstraße wohnten, eine um 6% verminderte Lungenfunktion aufwiesen als diejenigen, die mindestens 400 Meter von dem Straßenverkehr weg wohnten. 

In einem Lungenfunktionstest (Spirometrie) wurde die forcierte Vitalkapazität (FVC) mit -176,4 bis -21,0 ml gemessen. Und  die Einsekundenkapazität (FEV1 - erfasst wir die Atemstromstärke und davon abgeleitet das Lungenvolumen) erreichte weniger als 80% der errechneten Normalwerte. Dabei zeigte sich, dass die Werte umso schlechter lagen, je näher die Kinder an der Straße wohnten und je höher die Belastung durch die Luftverschmutzung war. 

Verantwortlich für die verminderte Lungenfunktion waren insbesondere Kleinstpartikel in den Abgasen, die vom Umweltbundesamt als Feinstaub PM 2,5, das sind Teilchen mit einem Durchmesser von 2,5 µm (Mikrometer  = 0,001 Millimeter) bezeichnet werden. Schon Untersuchungen der  Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben ergeben, dass eine erhöhte PM 2,5-Belastung  zu schweren Gesundheitsauswirkungen (z.B. Herz-Kreislauferkrankungen) führt. Dadurch kann es zu einer erheblichen Verminderung der Lebenserwartung kommen.

Eine bereits 2010 veröffentlichte Studie, die im Raum Los Angeles durchgeführt worden war, und in der Lungenfunktionsdaten von 1759 Kindern gesammelt wurden, hat heraus gefunden, dass die Lungen der in den am stärksten verschmutzten Gebieten wohnenden Kinder, eine deutlich verminderte Funktion aufwiesen. Die Kinder wurden ab der 4. bis zur 12. Klasse begleitet. Die Studie erkennt, dass die negativen Auswirkungen der Luftverschmutzung über den gesamten Entwicklungsprozeß der Lunge bis zum 18. Lebensjahr anhalten. Diese Behinderung der Lungenentwicklung würde die Lungenfunktion und Atemkapazität das gesamte Leben lang begrenzen. 

25.04.2016/ Quelle: American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine

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