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Kinder können sich gegen Tabakqualm nicht wehren – sie sind vor allem zu Hause dem Passivrauchen ausgesetzt (Foto: DAK/Wigger)
Kinder können sich gegen Tabakqualm nicht wehren – sie sind vor allem zu Hause dem Passivrauchen ausgesetzt (Foto: DAK/Wigger)
Warum Passivrauch Kinder für Infektionen anfälliger macht

Dass Kinder von Rauchern mit ihrer Gesundheit leiden, das belegen viele Studien. Wissenschaftler vom Monell Chemical Senses Center, Phiadelphia, haben jetzt heraus gefunden, warum das so sein könnte. Weil unter dem Passivrauch der Hustenreflex der Kinder vermindert wird, können sie Infektionen viel schlechter abwehren. Und das erhöht die Gefahr für Erkrankungen.

Untersucht wurden Kinder im Alter zwischen 10 und 17 Jahren und ihre Eltern in Haushalten, in denen entweder rund zehn Zigaretten am Tag oder gar nicht geraucht wurde. Sie stellten fest, dass bei den Kindern, die Passivrauch ausgesetzt waren, die Hustenschwelle doppelt so hoch lag wie bei Kindern, die nie Zigarettenrauch ausgesetzt waren. Ähnlich gestaltete sich das Ergebnis auch im Vergleich von rauchenden zu nichtrauchenden Eltern.

Warum der Hustenreflex so wichtig ist? Dr. Julie Mennella, die die Studie durchführte, erklärt das so: Der Husten schützt unsere Lungen vor möglichen Schädigungen aus der Umwelt, wie beispielsweise Staub oder Chemikalien. Das Einatmen von Zigarettenrauch schwächt diesen Reflex. Und das wiederum erhöht die Gefahr, dass sich Infektionen leichter in der Lunge festsetzen können. Die Folge sehen die Wissenschaftler in höheren Häufigkeit, mit der Kinder von Rauchern unter Bronchitis, Lungenentzündung und anderen Atemwegserkrankungen leiden.

Berliner Ärzteblatt 21.08.2012, Quelle: Nicotine Tob Res (2012), doi: 10.1093/ntr/nts198
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