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Umweltverschmutzung erhöht Risiko für Autismus

Frauen, die in der Schwangerschaft einer starken Luftverschmutzung ausgesetzt waren, sind gefährdet, Kinder mit Autismus zur Welt zur bringen. Eine US-weite Studie belegt, dass die Gefahr bei Schwangeren in von Umweltverschmutzung besonders bedrohten Gebieten rund doppelt so hoch liegt, wie bei Schwangeren, die in kaum belasteten Gegenden leben.

Untersucht wurden insgesamt 116.430 Frauen ab dem Jahr 1989. Rund 22.000 davon bekamen Kinder, 325 brachten ein autistisches Kind zur Welt. Es stellte sich heraus, dass das Risiko für Autismus bei den Säuglingen, die von Frauen geboren wurden, die in den Gebieten mit der höchsten Luftverschmutzung lebten, deutlich höher lag als bei denjenigen, die in den am wenigsten betroffenen Gegenden wohnten.

Dabei gab es durchaus Gefahrenunterschiede, je nachdem welche Art von Schmutzpartikeln überwiegend die Luft verunreinigten. Das Risiko für Autismus schwankte zwischen 20 und 60% abhängig von den Umweltgiften. Ein hohes Risiko ging von Partikeln aus Diesel, Blei, Mangan, Methangas und verschiedenen Metallverbindungen aus. Es schien so, dass die Schmutzpartikel vermehrt zu Autismus bei Jungen als bei Mädchen führte.

Die Wissenschaftler raten zum einen, dass man das Blut von Schwangeren in Zukunft auf Metalle und andere Verunreinigungen testen sollte. Und zum anderen sollten Schwangere besser von Luftverschmutzung geschützt werden.

Berliner Ärzteblatt 20.06.2013/ Quelle: Environmental Health Perspective
 
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