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Fehlgeburten: Häufig die Folge eines falschen Lebensstils

Ein Viertel aller Fehlgeburten geht auf das Konto einer ungesunden Lebensführung. Diese hat zwar viele Aspekte, die  von Ärzten als "modifizierbare Risikofaktoren" bezeichnet werden. Eines ist aber allen gemein: Sie sind vermeidbar und könnten daher verhindert werden.

Dänische Wissenschaftler haben 91.427 Schwangerschaften beobachtet. Sie ermittelten 3.177 Fehlgeburten. Als die einschneidendsten einzelnen Risikofaktoren stellten sich das Alter der Mutter und der Alkoholverbrauch heraus. Mit einem Schwangerschaftsbeginn zwischen dem 25. und 29. Lebensjahr ließen sich 11,4% und mit dem Verzicht auf Alkohol während der Schwangerschaft 9% der Fehlgeburten vermeiden.

Durch den Lebensstil hervor gerufene Risiken führten zu 25,2% der Fehlgeburten. Zu den Risikofaktoren gehören zu wenig Bewegung, Alkohol, Rauchen, Kaffee, Nacht- oder Schichtarbeit, Heben von Gewichten über 20 kg, hohes Alter, Übergewicht und kurz vor der Schwangerschaft erlittene Geschlechtserkrankungen.

Dass diese Faktoren tatsächlich die Gefahr einer Frühgeburt erhöhen, zeigen andere Beobachtungen. Wurden zumindest einzelne Risikofaktoren vor oder während der Schwangerschaft vermindert - in der Studie wurde das anhand von zwei Verminderungsstufen ermittelt - sank das Frühgeburtsrisiko um 14,7% bzw. 12,5%.

Die Wissenschaftler sagen: "Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass das Risiko einer Frühgeburt mit der Zahl der modifizierbaren Risikofaktoren steigt und deshalb ein beträchtlicher Anteil aller Frühgeburten zu verhindern sind." Sie mahnen, dass sich Präventionsstragien vermehrt um derartige Risikofaktoren kümmern müssten.

 
Berliner Ärzteblatt 21.02.2014/ Quelle: BJOG

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