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Antikörper: Führen zu Fehlgeburten

Etwa 5% der Frauen, deren Kinderwunsch sich nicht erfüllt, werden leicht schwanger. Doch erleiden sie innerhalb der ersten drei bis vier Monate eine  Fehlgeburt. Ärzte nennen das rezidivierende oder habituelle Spontanaborte. Sie finden selbst nach eingehenden Untersuchungen oft keine Ursache für dieses körperliche und auch seelisch meist äußerst belastende Problem. Doch jetzt ist es Wissenschaftlern gelungen, eine mögliche Ursache für gehäufte Fehlgeburten zu identifizieren.

Bei 17% der Frauen mit zwei oder mehr aufeinanderfolgenden Fehlgeburten wurden Abwehrstoffe (Antikörper) gegen Oberflächeneigenschaften (Antigene) des menschlichen Mutterkuchens (Trophoblast) gefunden. Bei Frauen mit drei oder mehr Fehlgeburten waren diese Antikörper sogar in 34% nachweisbar. Dr. Nina Rogenhofer, Funktionsoberärztin am Hormon- und Kinderwunschzentrum in Großhadern sagt: „Wir glauben, dass durch diese Antikörper das für die Schwangerschaft unerlässliche Mutterkuchen-Gewebe quasi als ´Fremdkörper´ abgestoßen wird, wodurch die Schwangerschaft dann keine Chance hat sich weiter zu entwickeln.“ Tatsächlich ist der Mutterkuchen für den Transport von Nährstoffen und von Sauerstoff zum Kind unerlässlich, so Rogenhofer.

Diese Erkenntnisse ermöglichen therapeutische Ansätze. Die Antikörper lassen sich durch ein relativ gebräuchliches Medikament unterdrücken. Rogenhofer erklärt, "dass Infusionen mit gepoolten Antikörpern gesunder Plasmaspender die pathologische Abstoßungsreaktion gegen Mutterkuchenantigene neutralisieren können“. Diese Therapie seien bereits bei anderen immunologischen Erkrankungen erprobt und offenbar sehr nebenwirkungsarm.

wanc 13.01.2012/ Quelle: Fertility and Sterility, doi:10.1016/j.fertnstert.2011.11.014
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