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Gesunde Ernährung kann Risiko einer Frühgeburt mindern

Wenn sich Frauen gesund ernähren - also viel frische Früchte und Gemüse, Vollkornprodukte und frischen Fisch zu sich nehmen, vergrößern sie die Chance, keine Frühgeburt zu erleiden.

Von einer Frühgeburt sprechen Ärzte, wenn das Kind vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommt. In Deutschland ist die Zahl der Frühgeburten seit 1997 von 7 auf heute etwa 9 Prozent gestiegen. Das bedeutet zwischen 60000 und 63000 Früchten - Jahr für Jahr. Verantwortlich für diesen Trend machen Mediziner das steigende Alter der Schwangeren.

Wie sich die Ernährung auf das Risiko einer Frühgeburt auswirkt, haben Wissenschaftler bei rund 66000 Schwangeren beobachtet. Die Frauen wurden in drei Ernährungsklassen eingeteilt: "Klug" mit Obst, Gemüse, Öl, Wasser, Vollkorn, Ballaststoffen. "Western" mit salzigen und süßen Snacks, Weißbrot, Desserts. Fertiglebensmitteln und verarbeiteten Fleischwaren. "Traditionell" mit Kartoffeln und Fisch.

Es stellte sich heraus, dass eine vorwiegend "kluge" Ernährungsweise die Frühgeburtenrate um durchschnittlich 12% senkte. Die "Western"-Ernährung konnte das Risiko nicht senken. Auf "traditionelle" Art zu essen, bedeutete das Risiko für eine Frühgeburt um durchschnittlich 9% zu vermindern.


Berliner Ärzteblatt 12.03.2014/ Quelle: BMJ 2014

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