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Frühgeborene können später zu psychischen Erkrankungen neigen (Foto: Stck.xchng Image ID: 544968)
Frühgeborene können später zu psychischen Erkrankungen neigen (Foto: Stck.xchng Image ID: 544968)
Wer früh geboren wird, leidet später häufiger unter psychischen Krankheiten

Babys, die zu früh geboren werden, sind später im Leben anfälliger für psychische Erkrankungen. So hat eine Studie aufgedeckt, dass Frühchen im Alter von 16 Jahren öfter unter bipolaren Störungen, Depressionen und Psychosen leiden wie rechtzeitig Geborene.

Untersucht wurden über 1,3 Mio. Schweden/innen, die im Dezember 2002 das Alter von 16 Jahren erreicht hatten. Diejenigen Jugendlichen, die frühzeitig - also  zwischen der 32. der 36. Woche - geboren worden waren, erkrankten im Vergleich mit den rechtzeitig geborenen - also nach der 37. Woche - um das 1,6-fache häufiger an psychotischen Störungen. Sie trugen das 1,3-fache Risiko für Depressionen, das 2,7-fache Risiko für bipolare Störungen. Noch deutlicher wurde die Gefahr für die vor der 32. Woche geborenen: Diese Kinder hatten das 2,5-fache Risiko für psychotischen Störungen, das 2,9-fache Risiko für Depressionen und das 7,4-fache Risiko für bipolare Störungen.

Warum es diesen Zusammenhang gibt, können die Experten nicht wirklich genau erklären. Sie vermuten aber, dass die zu frühe Geburt die Entwicklung der Nervensystems stört und beeinträchtigt. Denn das Nervensystem des Ungeborenen ist besonders anfällig für Verletzungen. Das könne die Entwicklung des Gehirns oder bestimmter Regionen verändern. So haben Studien gezeigt, das bei Jugendlichen, die zu früh geboren wurden, Veränderungen in der Vernetzung des Gehirns und damit auch in seiner Arbeitsweise statt gefunden haben, die man auch bei psychiatrischen Patienten gefunden hat. Möglicherweise gibt es auch ein Zusammenwirken verschiedener Risikofaktoren, wie soziodemographische Einflüsse, Lebenstil, familiäre Vorgeschichte, Rauchen, Drogenmißbrauch und Infektionen.

wanc 07.06.12/ Quelle: Arch Gen Psychiatry. 2012;69(6):610-617. doi:10.1001/archgenpsychiatry.2011.1374
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