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Eine hohe Ozonbelastung in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft, kann das Risiko für Präeklampsie erhöhten (Foto: Stock photo)
Eine hohe Ozonbelastung in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft, kann das Risiko für Präeklampsie erhöhten (Foto: Stock photo)
Luftverschmutzung und Asthma erhöhen die Gefahr für Präeklampsie

Präeklampsie ist eine Erkrankung, die nur in der Schwangerschaft - und zwar meistens in der 2. Hälfte - auftritt. Sie zeigt sich durch Bluthochdruck,  einen erhöhten Anteil von Eiweiß im Urin (Proteinurie) sowie Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe (Ödeme). Eine Studie belegt nun, dass etwa 5% der Fälle auf verschmutzte Luft zurück zu führen ist. Ein weiterer Risikofaktor ist Asthma.

Die Präeklampsie kann für Mutter und Kind ein großes Risiko bedeuten. Je schwerer die Erkrankung ausfällt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für eine Frühgeburt. Warum Präeklampsie entsteht, weiß man nicht ganz genau. Faktoren, die das Auftreten begünstigen, könnten bereits bestehender Bluthochdruck, Mehrlingsschwangerschaften, Fettleibigkeit, Diabetes sowie Parodontits sein. Es gibt Vermutungen, dass der Genuß von Schokolade während der Schwangerschaft das Risiko vermindern kann.

Bei einer Untersuchung von 120755 Geburten im Großraum von Stockholm wurden bei 4,4% Frühgeburten und bei 2,7% eine Präeklampsie festgestellt. Die Abgase von Autos schienen weder auf Frühgeburten noch auf das Risiko einer Präeklampsie Auswirkungen zu haben. Dagegen gab es einen Zusammenhang zwischen erhöhten Ozonwerten, denen Frauen während der ersten drei Monate ihrer Schwangerschaft ausgesetzt waren, und sowohl dem Risiko einer Frühgeburt oder einer Präeklampsie. Das Risiko stieg um jeweils 4% pro 10ug/m3 Ozon mehr in der Umwelt. Die Wissenschaftler errechneten, dass ein Präeklampsiefall von 20 durch erhöhtes Ozon ausgelöst wird.

Die Untersuchung belegt darüber hinaus, dass Frauen mit Asthma selbst ohne verschmutzte Luft erhöhte Risiko haben. So steigerte Asthma das Risiko für eine Frühgeburt um 25% und für Präeklampsie um 10%.

Berliner Ärzteblatt 06.02.2013/ Quelle: BMJ Open 2013

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