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Zum Haareraufen finden die meisten Bürger den Gesundheitsfonds (Foto: pte)
Gesundheitsfonds: Schlechtes Urteil

Manchmal ist es ja auch wichtig, was das Wahlvolk denkt. Und das lehnt eine der wichtigsten gesundheitpolitischen Maßnahmen der Bundesregierung – den Gesundheitsfonds – ab. Aber auch sonst kommt die Gesundheitspolitik der Regierung im Urteil der Bürger nicht besonders gut weg.

Reformen im Gesundheitswesen haben in der Meinung der Bürger eine sehr wichtige Funktion, um Deutschland zukunftsfähig zu machen. 63% denken so und befördern die Bedeutung von Gesundheit damit auf Platz 2, hinter dem Bildungswesen, das 69% als noch wichtiger einschätzen. Dass bisherige Gesundheitsreformen der amtierenden Regierung erfolgreich sind, glauben die wenigsten. Dagegen sind 67% der Meinung, dass sie eher erfolglos oder völlig erfolglos sind.

Von dem von der Regierung als wichtigste Maßnahme propagierten Gesundheitsfonds haben immerhin 66% der Befragten schon gehört. 70% von denen haben seine Funktionsweise sogar verstanden, doch nur 35% fühlen sich über Zweck und Sinn des Gesundheitsfonds gut informiert. Eine deutliche Mehrheit von 61 % hält den Gesundheitsfonds jedoch für schlecht und nur 11% glauben, dass er eine Zukunft hat. 42% erwarten dagegen, dass es ihn nach der Bundestagswahl nicht mehr geben wird, 17% geben ihm sogar nur noch bis zur Wahl und 24% sagen, dass Nachbesserungen eigentlich sofort vorgenommen werden müßten.

Bei all der Kritik ist es deshalb erstaunlich, dass die meisten der Befragten, dennoch mit dem gesamten Gesundheitssystem eher zufrieden sind. Vollkommen zufrieden, sehr zufrieden oder zufrieden äußerten sich immerhin 59%. Weniger zufrieden oder unzufrieden sind 39%.

WANC 02.04.09/ Quelle: VFA Reformmonitor 2009, tns emnid

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