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Bei Frauen ist die Sorge vor Krankheiten deutlich stärker ausgeprägt als bei Männern (Foto: DAK/Schläger)
Die große Angst vor Krankheiten

Die Deutschen haben Angst vor Krankheit, Frauen mehr als Männer. Krebs macht uns am meisten Angst. Obwohl schwere Herzkrankheiten mit Abstand die häufigste Todesursache sind, werden bösartige Tumore viel mehr gefürchtet. Nach einer aktuellen DAK-Studie haben 73 Prozent der Bundesbürger Angst vor einer Krebserkrankung.

In der repräsentativen Untersuchung hat das Forsa-Institut 3.015 Männer und Frauen für die Krankenkasse DAK befragt. Mehr als jeder Zweite (53 Prozent) fürchtet sich vor einem Unfall mit schweren Verletzungen. Danach werden Schlaganfall (52 Prozent), Alzheimer bzw. Demenz (50 Prozent) und Herzinfarkt (45 Prozent) genannt. 30 Prozent der Befragten haben Angst vor einer psychischen Erkrankung, gefolgt von einer schweren Lungenerkrankung (26 Prozent) und Diabetes (20 Prozent).

„Bei Frauen ist die Sorge vor Krankheiten deutlich stärker ausgeprägt als bei Männern“, sagt DAK-Expertin Dr. Christina Sewekow. Das gelte für Krebs ebenso wie für Unfälle oder Schlaganfälle. „Frauen haben ein anderes Gefühl für ihren Körper, was sich aber auch positiv bei der Gesundheitsvorsorge auswirkt.“ Nach der Studie gehen 74 Prozent der Frauen zur Krebs-Früherkennung. Bei den Männern sind es nur 46 Prozent. Um Krankheiten vorzubeugen, treiben 80 Prozent der Befragten regelmäßig Sport. Geringer Alkoholkonsum und gesunde Ernährung werden fast genauso oft genannt.

Nach der DAK-Umfrage ist die Angst vor Krankheiten je nach Alter sehr unterschiedlich. Mit 81 Prozent fürchten sich zum Beispiel die 14- bis 29-Jährigen am meisten vor Krebs. Auch die Sorge vor Unfällen oder einer psychischen Erkrankung ist bei jüngeren Menschen größer als bei älteren. Bei den Befragten über 60 Jahre ist die Angst vor Krebs (63 Prozent) und vor Alzheimer bzw. Demenz (59 Prozent) fast gleich groß.

„Wenn schon junge Menschen große Angst vor einer Krebserkrankung haben, dann sollte dieses Gefühl stärker als bisher für die Gesundheitsvorsorge genutzt werden“, betont DAK-Expertin Dr. Christina Sewekow. „Wir beginnen schon bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit der Präventionsarbeit und weisen zum Beispiel auf die Vorteile der Früherkennung und eines gesunden Lebensstils hin.“ Laut DAK-Studie bewerten 45 Prozent der 14- bis 29-Jährigen ihren gegenwärtigen Gesundheitszustand als „sehr gut. Bei den älteren Befragten über 60 Jahre sind es nur noch 17 Prozent.

Um Krankheiten vorzubeugen treibt die Mehrheit der Befragten regelmäßig Sport (80 %) und trinkt nur wenig Alkohol (78 %). 77 Prozent achten auf eine gesunde Ernährung; 73 Prozent lesen und suchen geistige Herausforderungen; 68 Prozent rauchen nicht. 60 Prozent der Befragten gehen zur Krebs-Vorsorgeuntersuchung; 44 Prozent nutzen den Gesundheits-Check gegen Herz-Kreislauferkrankungen und 32 Prozent machen Entspannungsübungen. Lediglich 1 Prozent der Befragten gibt an, nichts besonderes zu tun, um Krankheiten vorzubeugen.

Vor diesen Krankheiten haben die Deutschen am meisten Angst:
1. Krebs (73 Prozent)
2. Unfall mit Verletzungen (53 Prozent)
3. Schlaganfall (52 Prozent)
4. Alzheimer / Demenz (50 Prozent)
5. Herzinfarkt (45 Prozent)
6. Bandscheibenvorfall (36 Prozent)
7. Psychische Erkrankungen (30 Prozent)
8. Schwere Lungenerkrankung (26 Prozent)
9. Diabetes (20 Prozent)
10. Geschlechtskrankheit (14 Prozent)

WANC 10.11.2010, Quelle: Forsa-Studie Angst vor Krankheiten, DAK

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