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Die Zahl der medizinischen Versorgungszentren und der darin arbeitenden Ärzte steigt
Versorgungszentren: Zuwachs um über 26%

Medizinische Versorgungszentren (MVZs) breiten sich immer mehr aus. Innerhalb der letzten drei Monate des Jahres 2005 stieg ihre Zahl um über 26%.

Im vierten Quartal 2005 stieg nach Erhebungen der Kasenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) die Zahl der MVZs auf 341 im gesamten Bundesgebiet. Ein Quartal zuvor waren es 270. Das bedeutet einen Zuwachs um 26,3 Prozent innerhalb von drei Monaten. Die Zahl der in MVZs tätigen Ärzte erhöhte sich von 971 auf 1295. Davon sind knapp die Hälfte, nämlich 667, als Angestellte beschäftigt.

Auch die Größe der Zentren nimmt zu: Waren im dritten Quartal des Vorjahres im Durchschnitt drei Ärzte an einem MVZ tätig, sind es mittlerweile vier. Hausärzte, Internisten und diagnostisch tätige Radiologen sind nach wie vor die am stärksten vertretenen Facharztgruppen. Die wichtigsten Träger von MVZs sind Vertragsärzte und Krankenhäuser. Dabei konnten die Vertragsärzte ihren Anteil von 71 auf 75 Prozent ausbauen.

Am häufigsten werden die MVZ in Bayern, Berlin, Sachsen und Niedersachsen gegründet. Überwiegend als Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR), Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) oder als Partnerschaften.

MVZs sind Bestandteil der Gesundheitsreform 2004. Darunter versteht man fachübergreifende Versorgungseinrichtungen, die von Ärzten geleitet werden. Eine besondere Chance bieten sie für junge Mediziner und andere, die lieber als Angestellte tätig sein wollen. Diese Möglichkeit soll im Zuge der geplanten Liberalisierung des Vertragsarztrechts weiter ausgebaut werden.

WANC 27.01.06

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