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Telemedizin: Schneller Austausch von Krankendaten

Telemedizin ermöglicht dank Computertechnik und Telefonleitungen nicht nur den schnellen Austausch von Krankendaten über große Entfernungen.

Aufsehen erregt der Einsatz von Telemedizin vor allem bei großen Operationen. Mittels eines ferngesteuerten Roboters und feinster Übertragungstechnik kann ein Spezialist zum Beispiel einen weit entfernten Patienten operieren. Experten können auch in weltweiten Videokonferenzen über Patientenbefunde sprechen.
Befürworter von Telemedizin wollen vor allem den Einsatz der Technik in weniger spektakulären Gebieten fördern, weil so Kosten und Mehrfacharbeiten beschränkt werden können.

Der Einsatz betrifft die Übertragung von Röntgen- und Ultraschallaufnahmen, Daten von Computertomographen, aber einfach auch die Übermittlung von Texten und Tabellen, um eine schnelle Diagnose zu ermöglichen. So ist es möglich, eine Gewebeprobe auf ein ferngesteuertes Mikroskop zu legen und von einem Pathologen bewerten zu lassen, ob sie gutartig oder bösartig ist.

Medizinische Daten sollen für eine bessere Verwaltung zunehmend auch auf haltbaren Datenträgern gespeichert werden. Hindernisse für eine flächendeckende Einführung in den Krankenhäusern sind unter anderem die mangelnde Finanzkraft des Gesundheitswesens und die ungenügende Qualifikation vieler Klinikmitarbeiter. Auch die mangelhafte Sicherheit der Systeme verhindert vielfach noch den Einsatz der Technik. Unberechtigte dürfen beispielsweise keinen Zugriff auf die Daten haben.

WANC 11.02

 
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