Was ist Influenza?
Erkältung ist nicht gleich Grippe
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Influenza-Virus nistet sich in einer Zelle ein: Innerhalb von sechs Stunden entstehen ca. 2.000 Kopien
Erkältung ist nicht gleich Grippe

Die echte Grippe (wiss.: Influenza) wird immer noch häufig unterschätzt und mit der Erkältung gleichgesetzt. Doch Grippe kann tödlich enden. Und: Je früher die Krankheit erkannt wird, desto sicherer läßt sie sich bekämpfen.

Rund 16.000 Menschen sind im Winter 2002/2003 an der Influenza oder ihren Folgen gestorben, weiß der Allgemeinmediziner Dr. Otmar Carewicz. Und  wundert sich: "Es wird nur wenig wahrgenommen, dass keine andere Infektionskrankheit so viele Opfer fordert wie die 'echte' Grippe."

Die Influenza ist eine saisonal auftretende Erkrankung. Jedes Jahr kommt es im Zeitraum von November bis April zu Grippe-Epidemien. Der Ort und Zeitpunkt von Influenza-Ausbrüchen können nicht vorhergesagt werden. Wer und wie viele davon betroffen sind, variiert mit den sich ändernden Viren. Zur sicheren Influenzadiagnose ist es wichtig, die aktuelle Grippe-Situation in der Region zu kennen.

Bei viralen Erkrankungen allgemein und speziell bei der Influenza gilt das Prinzip der Frühzeitigkeit. Das trifft sowohl für die Diagnose, als auch für den Therapiebeginn zu. Aus einem Influenza-Virus entstehen innerhalb von sechs Stunden ca. 2.000 Kopien. Die zur Vermehrung "missbrauchten" Epithelzellen der Atemwege sterben anschließend ab und hinterlassen entzündete Areale.

Schade: "Ähnlich wie bei der Bekämpfung eines Waldbrandes ist der Behandlungserfolg mit Neuraminidase-Hemmern umso größer, je früher die Therapie beginnt. Neuraminidase-Hemmer wirken kausal. Die Blockade des Oberflächenenzyms Neuraminidase stoppt die Virusvermehrung und damit den Befall und das Absterben weiterer Atemwegszellen."

 
 
 
 
 
 
 
 
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